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Der institutionelle Sitz von Montebenichi: Das Castello di Goro

Das mittelalterliche Dorf von Montebenichi erhebt sich auf dem Gipfel eines Hügels, der die Chianti von den Valdarno trennt, mittels des Grabens der Ambra. Entstanden durch den Ausbau eines bereits existierenden Kerns, baut es sich aus drei konzentrischen Zentren auf, die die ursprüngliche Bausubstanz enthalten.

Auf dem Weg in das Dorf begegnet man dem Palast der Familie Stendardi, wo ein Gedenkstein für Gregorio Stendardi steht, genannt der Goro von Montebenichi, der im 16. Jahrhundert der Herr der Burg war. Als Heerführer im Dienste des Granducato di Toscana während des Krieges gegen Siena, kämpfte Goro unter dem Kommando von Giovanni vom Schwarzen Band. Bei der Schlacht von Gavinana tat sich die Person des Gregorio Stendardi besonders hervor, als er während des letzten Angriffs vergeblich versuchte, den Condottiero Francesco Ferrucci zu schützen. In der Mitte des 16. Jahrhunderts baute Goro seine eigene Residenz außerhalb der alten Burgmauer von Montebenichi auf, die am östlichen Ende des Stadtzentrums liegt. Diese Burg nahm anfangs eine militärische Funktion ein, da die Kontrolle des Tals einen hervorragenden Defensivposten darstellte. Doch als sie diese Funktion verlor, diente sie in erster Linie als Wohnort für den Burgherrn, später als Landsitz.

Im zweiten Kreis erhebt sich das Schloss von Goro, dessen Baudatum auf die Zeit von 1540 bis 1550 gelegt werden kann. Dieses Bauwerk beeindruckt besonders im Vergleich zu den anderen Gebäuden der Burg. Das Schloss wurde als befestigter Wohnsitz für den Hauptmann Goro errichtet, einem ruhmreichen Heerführer im Dienste der Medici. Sein Ziel war es, das von seiner Dynastie erreichte Prestige und die Macht festzuhalten.

Zu Beginn des Jahres 2000 wurde das Castello di Goro vom Präsidenten Paolo Ducci zum institutionellen Stiftungssitz bestimmt.
Sobald die Restaurierungsarbeiten beendet sind, werden auf dem Zwischengeschoss Büros und großzügiger Raum für Ausstellungen beherbergt sein, während sich auf dem G Hauptgeschoss, außer den Ausstellungsräumen, der Audienzsaal befinden wird. Mit 90 Quadratmetern Fläche ist er der größte des Schlosses und wird Veranstaltungsort für Konzerte und Konferenzen sein. Auf dem gleichen Stockwerk wird der Sitz der Stiftungsbibliothek zu finden sein. Sie wird Aufbewahrungsort für einige tausend Bände vor allem historischen, philosophischen und rechtlichen Charakters, sowie für eine reiche Auswahl an italienischer und ausländischer Literatur.
Im Erdgeschoss finden momentan die Ausstellungen statt. Im Rahmen einer Veranstaltung zu den „Begegnungen mit der europäischen Kultur in der Toskana“ konnte hier im August des Jahres 2000 die bedeutende Ausstellung „Uomini“ (Menschen) von Martin Petz stattfinden.

Geschichtlicher Hintergrund

Obwohl keine Funde vorhanden sind, die es erlauben, ein exaktes Entstehungsdatum von Montebenichi zu bestimmen, kann man auf der Basis von archäologischen Funden (Begräbnisstätten nahe der Kirche) und Rückschlüssen die Existenz einer etruskischen Siedlung vermuten.
Die Form des Hauptschiffs der Kirche (auf 550 n. Chr. geschätzt), bestätigt die Existenz einer barbarischen Besiedlung, von der man auch den Namen Montebenichi ableiten kann (Benicola dal Longobardo “Benuald”). Daraufhin fand sich hier die erste etruskische Siedlung von Montebenichi, die mit großer Sicherheit der langobardischen Epoche zugerechnet wird.
Die Bedeutung von Montebenichi als Festung, bereits im Mittelalter und vor allem zu Beginn der Moderne, wird demonstriert durch die Präsenz eines großen „M“ unter der großen Karte, die auf der Mauer im Inneren des Büros von Philipp II aufgezeichnet ist. Montebenichi wirkt stellvertretend für ein Netz von Befestigungsanlagen, welche nicht nur Schutz und Zuflucht für die lokale Bevölkerung während des hundertjährigen Krieges zwischen der Republik Siena und Florenz gegeben haben.
Denn in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts sieht man die Familie Stendardi in Montebenichi wachsen, vor allem dank Goro, einem erfolgreichen Heerführer im Dienste der florentinischen Republik.

Zur Mitte dieses Jahrhunderts, befiehlt der Heerführer Goro für seine Familie ausgerechnet außerhalb der Mauern von Montebenichi eine beeindruckende, befestigte Residenz zu errichten, die seitdem Castello di Goro bekannt ist.
Auf dem Weg in das Dorf begegnet man dem Palast der Familie Stendardi, wo ein Gedenkstein für Gregorio Stendardi steht, genannt der Goro von Montebenichi, der im 16. Jahrhundert der Herr der Burg war. Als Heerführer im Dienste des Granducato di Toscana während des Krieges gegen Siena, kämpfte Goro unter dem Kommando von Giovanni vom Schwarzen Band. Bei der Schlacht von Gavinana tat sich die Person des Gregorio Stendardi besonders hervor, als er während des letzten Angriffs vergeblich versuchte, den Condottiero Francesco Ferrucci zu schützen. In der Mitte des 16. Jahrhunderts baute Goro seine eigene Residenz außerhalb der alten Burgmauer von Montebenichi auf, die am östlichen Ende des Stadtzentrums liegt. Diese Burg nahm anfangs eine militärische Funktion ein, da die Kontrolle des Tals einen hervorragenden Defensivposten darstellte. Doch als sie diese Funktion verlor, diente sie in erster Linie als Wohnort für den Burgherrn, später als Landsitz.

Der Sitz in Rom: Der Palazzo Cisterna

Der Palazzo Cisterna in der Via Giulia stammt aus dem 15. Jahrhundert ist architektonisch eines der elegantesten Gebäude des historischen Zentrums. Dort sitzen die Büros der Stiftung sowie des Präsidenten (aktuell Paolo Ducci), der das Gebäude im Jahre 1998 erbte und die gesamte Wohnung im Erdgeschoss zum Sitz der Stiftung erklärt hat. Im Erdgeschoss war früher das Architektur und Skulpturatelier des Planers und ersten Besitzers des Palastes und heute stellen diese historischen Räumlichkeiten das Planungszentrum und den rechtlichen Sitz der Stiftung dar und beherbergen die Versammlungen des Verwaltungsrates, des Aufsichtsrates und des Ehrenvorstands. Besonders erwähnenswert und von bemerkenswerter architektonischer Bedeutung sind die großen Kellerräume, die momentan in der Abschlussphase der langen und aufwändigen Restaurationsarbeiten sind. In Kürze wird hier die Eröffnung des „Kulturellen Speisesaals der Stiftung“ stattfinden, der nach Guglielmo della Porta benannt ist.

Historisches

Unter dem Pontifikat des Papstes Giulio II della Rovere (1503) kam ein Plan zur Modernisierung veralteter organisatorischer Strukturen des Staates Chiesa zu Stande, der auch die Infrastruktur Roms betrifft. Durch diese Maßnahmen nimmt die Via Giulia die Rolle einer neuen Verkehrsader ein, die für die politische Vertretung Roms und, aufgrund ihrer Nähe zum Bankenviertel, für finanzielle Aktivitäten bestimmt ist. Der Palazzo Cisterna, der im 15. Jahrhundert unter der Leitung von Guglielmo dalla Porta errichtet wurde, erhebt sich genau entlang dieses historischen römischen Wegs. Der weltbekannte Skulptor lebte die meiste Zeit seiner künstlerischen Aktivität in Rom, wo er sein Hauptwerk, das Monument von Paolo II Farnese (in Sankt Peter) im Jahre 1549 begann und nur 26 Jahre später fertigstellte. Der „Palazzo“ wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts an die Familie Cisterna verkauft, deren Mitglied der Maler Eugenio war und der, als letzter großer
akademischer Maler der romanischen Zeit betrachtet, im Jahre 1930 starb. In der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts wurde er zum Teil von der Familie Ducci gekauft.

Architektonische und künstlerische Elemente

Obwohl ihm die architektonischen Charakteristika der monumentalen Paläste der Via Giulia fehlen, sticht der Palazzo Cisterna besonders elegant durch seine klare Linienführung heraus. Dies zeigt sich vor allem in dem quadratischen Hof, der von zwei spitzbögigen Arkaden eingeteilt ist, die sich auf der Frontwand im Eingang wiederholen. So bildet sich eine Säulenhalle, die heute jedoch durch Glas verschlossen ist. Auf einem der schlichten, aber harmonischen Architraven des Tores im Hofbereich findet man die Inschrift „Pietrux Alphonsius“, die womöglich vom Avignoneser Pietro Alfonsi berichtet, der im Jahre 1580 die Sankt Peter und Paulus gewidmete Kapelle in Santa Maria degli Angeli gegründet hat. In die freien Wände des Hofes sind antike, römische Fragmente eingemauert, die zum Teil von ausgesprochen raffinierter Herstellung sind. Im Inneren des Palastes finden sich einige Salons mit bemalten Dachkassetten und mit außergewöhnlichen Fresken an den Wänden. Die Kellerräume wurde zu antiken Zeiten als Stall benutzt. Hier bestand früher eine römische Zisterne und es zeigt sich noch heute die Existenz des vorher bestehenden Gebäudes, von denen einige aus der Zeit der Römer stammen.

Der Sitz in Fès - die Villa „Jisr Assallam“ (Brücke des Friedens)

Der Sitz in Fès entstand im Jahre 2004 mit dem Ziel, die Rolle der Stiftung als Förderer des interkulturellen Dialogs zu unterstreichen. Die Wahl von Marokko und Fès im Besonderen ist keineswegs zufällig getroffen. Fès, eine der imperialen Städte Marokkos bewahrt die sehr alte und hoch entwickelte Kultur der islamischen Welt auf, die in den letzten Jahr in der Öffentlichkeit ein immer wachsendes Interesse erfahren hat. Gerade zu einer Zeit, in der die arabische Welt im Zentrum der Aufmerksamkeit steht, besteht für sie die Gefahr, ein Opfer von Vorurteilen und Stereotypen zu werden.

In dieser Zeit steht die arabische Welt im Zentrum der Aufmerksamkeit und ist selbst misstrauisch, manchmal sogar erschreckt von unserer öffentlichen Meinung, die sich zugleich als nicht ausreichend informiert erweist. Gerade deshalb besteht für sie die Gefahr, ein Opfer von Vorurteilen und Stereotypen zu werden, die dem Dialog, dem Verständnis und einer gegenseitigen Bereicherung keinesfalls zuträglich sind.

Vor allem Marokko stellt für Europa einen bedeutenden Gesprächspartner bei Zusammentreffen mit der mediterranen Kultur dar, mit jenem mediterranen Meer, um das die vergangenen Hochkulturen entstanden und floriert sind und das sich immer mehr als Symbol des Zusammentreffens, des Austausches und der Integration von verschiedenen Völkern erweist.

Die Stadt Fès wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt und galt schon immer als die kulturelle Hauptstadt des Landes, mit einer der schönsten und größten medinas der Welt. Selbst zum Großteil noch unberührt, entzieht sie sich dem großen Touristenstrom und erlaubt demjenigen, der sich dazu bereit sieht, den Reichtum und die Faszination der Kunst und eine authentische Kultur in ihrer ganzen Fülle zu bewundern. In diesem Rahmen ist die Fondazione Ducci gewillt, mit der Eröffnung.

des Riad Jirs Assalam einen Beitrag in diese Richtung zu leisten, der im Einklang mit ihren statuierten Zielen steht. Unter den Hauptaktivitäten des marokkanischen Stiftungssitzes wird dort die Organisation von Aufenthalten europäischer Künstler sein. Selbst als Gast im Riad, werden diese auf den Ausstellungen ihrer Werke die Möglichkeit haben, Kontakt mit ihren marokkanischen Kollegen und womöglich dem ganzen Maghreb aufzubauen und einen Meinungsaustausch zu pflegen. Die Stiftung betrachtet diese Initiative als außergewöhnlich bedeutende Gelegenheit, um zur Entwicklung eines weltlichen Dialogs zwischen Kulturen beizutragen, der gemeinsame Treffen, die gegenseitige Kenntnis und die Zusammenarbeit fördert. In einer von der Globalisierung bestimmten Zeit nimmt die Fähigkeit einen besonderen Wert ein, die Modernität zu leiten. Dies beginnt mit der Kenntnis dessen, was lokal, traditionell und typisch ist und dessen, was in der Form und in dem Echo der Vergangenheit das Wesentliche eines zeitlosen Geistes aufbewahrt, ebenso wie das ethische Erbe, das jede Kultur im Laufe ihrer Geschichte aufgebaut hat. Das Ziel dabei ist, die Unterschiede der Kulturen, Werte und Religionen gemeinsame Güter und Reichtümer werden zu lassen und die Stiftung ist überzeugt von der Notwendigkeit, die Idee der Toleranz auszutauschen. Das bedeutet die passive Haltung dessen einzunehmen, der eine Bürde trägt und sie zu verbinden mit der aktiven und konstruktiven Einstellung einer heiteren Neugier zum Anders- und Verschiedenartigen.

Geschichtlicher Hintergrund

Die Stadt Fès befindet sich im Innenland Marokkos, auf halber Strecke zwischen Rabat und Oujda und wird unter den vier Königsstädten als Symbol des Landes betrachtet. Ab 808 begann Idris II in der Stadt Moscheen, Paläste und Monumente zu bauen, die der Stadt noch heute ihr prachtvolles Aussehen verleihen. Alle großen Dynastien haben hier ihre Spuren hinterlassen, aber Fès hat es trotz dieses ausgeprägten, kosmopolitischen Charakters geschafft, eine starke, arabische Identität zu behalten. Die medina Fès-al-Bali (das alte Fès) ist eine der größten, mittelalterlichen Städte der arabischen Welt, gleichauf mit Marrakesch, Kairo und Damaskus. Wie alle medinat ist auch Fès-al-Bali eingeteilt in Quartiere, die ihre unterschiedlichen künstlerischen Gewerbe repräsentieren und ist durchzogen von einem dichten Netz aus Gassen und Sträßchen, so eng und steil, dass Transporte allein mit Zugtieren durchgeführt werden können. Das Riad „Jisr Assalam“ befindet sich in einer kleinen Nebenstraße in einer der exklusivsten Wohngegenden der medina, genannt Douh, gleich weit entfernt von der „Tahal seghira“, einer der beiden großen Verkehrsadern, die das historische Stadtinnere durchqueren und dem Tor, das zum „Place Batha“ führt. Es wurde vor 120 Jahren von einer einflußreichen Adelsfamilie aus Fès gebaut, zu der es bis zur Mitte des vergangenen Jahrhunderts gehörte, als es von einer reichen Kaufmannsfamilie, den Bousidi, erworben wurde. Diese wiederum wurden im Jahre 2004 als Besitzer von der Stiftung abgelöst.

Architektonische und künstlerische Besonderheiten

Das Gebäude, das einen rechteckigen Grundriss aufweist, besteht aus drei verschiedenen Bauelementen, beziehungsweise dessen drei Fassaden befinden sich auf einem großen, auf der vierten Seite von einer hohen Mauer abgegrenzten Innenhof, in dessen Zentrum ein Brunnen aus Carraramarmor steht. Die Mauer ist im unteren Bereich mit wunderbaren Mosaiken und Majolika und Halbbögen ausgestaltet ist. Die drei Baukörper besitzen jeweils ein Erdgeschoss mit Säulenhalle dar und einen vom Hof mit vier Säulen abgegrenzten Schlafraum, der innen mit farbiger Keramik ausgeschmückt ist. Allen Schlafräumen liegen drei große Torbögen aus Zedernholz an, die Zugang zum Gästesalon geben. In den Räumen selbst befinden sich jeweils zwei bogenförmige Fenster, die durch traditionelle Gitter aus verziertem Schmiedeeisen geschützt sind.

Eine Treppe von außergewöhnlicher Höhe, ausgesprochen selten für die Architektur der Epoche, führt zu den höheren Stockwerken. Verschiedene Zimmer unterschiedlicher Größe öffnen sich entlang der Treppe, deren Treppenabsätze im ersten und zweiten Stock mit Wandbrunnen ausgeschmückt sind. Der zweite Treppenabsatz gibt Zugang zu einer Eingangshalle und von dort aus führen Gänge zu den einzelnen Zimmern und einem prächtigen Salon, der in schwarzem Marmor und farbiger Keramik sowie von drei großen Bögen ausgestaltet ist. Vom Salon ausgehend findet man über einen Gang weitere Zimmer auf zwei verschiedenen Ebenen. Alle Salons und einige der Zimmer sind verziert durch Decken mit Zedernholzbalken und Wandstuck. Die großen überstehenden Terrassen bieten einen spektakulären Rundumblick über die medina. Dies erlaubt auch einen weiten Ausblick auf die umliegende Landschaft und daher auf das alte Grab der Meriniden und auf einen Teil des Mauergürtels, der den gesamten Innenbereich der Altstadt umschließt. Bevor die Restaurierungsarbeiten im Riad beginnen können, sind wichtige Befestigungsarbeiten durchzuführen. Erst dann können die Arbeiten ihren Zweck erfüllen, in Übereinstimmung mit den Zielen der Stiftung, eine historische Nachbildung des Riad zu vollbringen.

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